Goldne Abendsonne
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Strophe 1
Goldne Abendsonne,
wie bist du so schön!
Nie kann ohne Wonne
deinen Glanz ich sehn.
Strophe 2
Willst nun, Sonne, fliehen,
mit dem schönen Strahl
nach dem Meere ziehen
über Berg und Tal?
Strophe 3
Seht, sie ist geschieden,
lässt uns in der Nacht;
doch wir sind in Frieden,
der im Himmel wacht.
Strophe 4
Du, o Gott der Wunder,
der im Himmel wohnt,
gehest nicht so unter,
wie die Sonn, der Mond.
Strophe 5
Wollest doch uns senden,
Herr, Dein ewig Licht,
dass zu Dir wir wenden
unser Angesicht.